„Naturgemäße“ diskutieren in Hohenleipisch

Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) traf sich am 6. April 2019 in Hohenleipisch

Forstwirtschaft in der praktischen Diskussion: Die Landesgruppe Brandenburg und Berlin der ANW traf sich am 6. April 2019 in Hohenleipisch um die Waldbewirtschaftung in der ehemaligen MUNA zu erleben.

Am Vorabend hatte die Landesgruppe ihre Mitgliederversammlung in Elsterwerda abgehalten. Auf besonderes Interesse stießen die militärische Vorgeschichte und naturschutzfachliche Themen wie Fledermäuse und Auerwild, und so konnten der Vorsitzender der ANW, Dietrich Mehl  und Waldbauer Lutz Freytag über 50 Mitglieder und Gäste aus den Landesforstbetrieben Brandenburg und Berlin, dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, dem Privat- und Kommunalwald und der Forstwissenschaft begrüßen. Besonders erfreulich war die rege Teilnahme an Forststudentinnen und Studenten der Fakultäten Tharandt und Eberswalde. Als Vertreter des Landkreises Elbe-Elster nahm sich Dezernent Dirk Gebhard viel Zeit, um an den Diskussionen teilzunehmen. Als weitgereister Gast machte sich Esteban Carabelli, Direktor des FSC Argentinien, ein Bild der nachhaltigen Waldwirtschaft in Deutschland.

Der Spaziergang bei bestem Wetter dauerte vier Stunden und war geprägt von angeregten und kontroversen Diskussionen über Waldstruktur, Baumartenvielfalt, Naturschutz und Holznutzung. Lars Thielemann  und Maik Korreng konnten ausführlich über Artenschutzprojekte berichten.

Lutz Freytag bedankte sich für die offenen Fragen, Anregungen und auch Empfehlungen: „Nach einer erfolgreichen Startphase für die gesicherte Traubeneichenverjüngung können wir jetzt zur Strukturierung des Oberbestandes übergehen, um die Einschichtigkeit abzulösen. Darin wurde ich durch viele Experten klar bestärkt.“

Mit einem Wildschwein aus heimischem Revier als kulinarische Stärkung zubereitet von Fleischerei Kunitz klang der spannende Exkursionstag aus.

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